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Shelley Odradek | low visibili

Shelley Odradek | low visibility | 01.07. - 13.08.2022 | transluzente Spiegelfolie auf Acrylglas

Shelley Odradek
low visibility

01.07. - 13.08.2022
#5 related to transition

Vorherrschende Kultur- und Machtverhältnisse funktionieren innerhalb der Logik von Ganzheit, Endlichkeit und Vollständigkeit, Erfolg und Individualität. Wenn also etwas bricht oder reißt oder vielleicht nicht in der Lage ist, ein perfektes Spiegelbild wiederzugeben, kann es seinen normativen Zweck nicht mehr erfüllen. Aber gibt uns die „unvollkommene“ Reflexion nicht etwas Wertvolles? Sind diese Abweichungen nicht Zentren der Möglichkeit? Bild ist Echo, Unsichtbarkeit ist veränderte Sichtbarkeit. Shelley Odradek romantisiert oder negiert virtuelle(s) Leben nicht zugunsten materiellen Lebens, sondern führt Räume ein, die das „Bruch“-Potenzial aller möglichen Eingriffe, Verbindungen, Strukturen und Formen testen. Sie sucht sowohl Klarheit als auch Unschärfe in den Räumen, die wir definieren und durch die wir definiert werden. Sie fragt: „Wenn ich kein Bild habe, was reflektiere ich? Wenn ich keinen Körper habe, wo ist meine Haut?“ 
(Shelley Odradek)

Foto 1/2/5: Shelley Odradek

shelleyodradek.com
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